Die Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung -
neu betrachtet
UNICEF Breastfeeding Paper of the Month October 1993
Zusammenfassung
Der allgemeine Rückgang des Stillens und die
aggressive Werbung für Muttermilchersatzprodukte haben zur Folge,
dass die Unterschiede zwischen Muttermilch und künstlicher
Milchnahrung in Vergessenheit geraten. Es werden Behauptungen in
Frage gestellt, Säuglingsnahrung sei sicher, ökonomisch und einfach
im Gebrauch. Die Absicht dieses Artikels ist es, das Bewusstsein
des Gesundheitspersonals für die unveröffentlichten Seiten der
Milchersatznahrung zu vergrößern. Zahlreiche Daten mit
Quellennachweisen werden aufgeführt. Diese zeigen, dass Muttermilch
und Milchnahrung nicht gleichwertig sind und dass sich, abhängig
von der Ernährungsform, die gesundheitliche Entwicklung von Kindern
unterscheiden kann. Als Begründung für ihre mangelhafte Information
über die Risiken der Milchnahrungen, geben im Gesundheitsbereich
Tätige häufig an, Schuldgefühle der Eltern vermeiden zu wollen. Es
werden Vorschläge für den Umgang mit diesen Gefühlen gemacht.
...
Fundierte Entscheidungen statt
Schuldgefühle
Nur wenige Eltern sind sich über die Gefahren im Klaren, die mit
künstlicher Säuglingsernährung verbunden sind. Gesundheitsfachleute
weichen der Frage nach den Unterschieden zwischen industrieller
Flaschennahrung und Muttermilch aus, indem sie die Eltern nicht
über die Gefahren der künstlichen Säuglingsnahrung informieren. Als
Entschuldigung erklären sie, dass diese Informationen bei
flaschenfütternden Müttern zu Schuldgefühlen führen könnten. Diese
patriarchalische Sichtweise versucht Frauen vor dem Wissen zu
schützen, dass eine schlechte Wahl mögliche Konsequenzen für sie
selbst und ihre Kinder haben kann. Damit wird den Eltern das Recht
auf eine eigene Entscheidung, die auf Informationen beruht,
geraubt. Wenn Eltern erfahren, dass es doch einen Unterschied gibt
und ihnen diese Informationen vorenthalten wurden, erzeugt dies
mehr Zorn als Schuldgefühle. Lawrence [93] erinnert Ärzte: "Eltern
haben ein Recht darauf, diese Informationen zu erfahren. Sie können
selbst eine Entscheidung treffen. Die Angst, einer Mutter
Schuldgefühle einzuflößen, ist ein schlechter Grund, der Mutter
eine fundierte eigene Entscheidung vorzuenthalten."
Die Verfasserin des Artikels ist Marsha Walker,
Krankenschwester, Laktationsberaterin und Präsidentin der
Lactation Associates und Direktorin des Breastfeeding
Support Program des Harvard Community Health Plan in
Wellesley, Massachusetts, USA.
lesen Sie den kompletten Artikel unter: http://stillkinder.de/risiken_formula.html
http://www.velb.org/docs/kongressbericht2002-mein_kind_will_nicht_essen.pdf
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