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"7 Wahrheiten über gesunde Baby-Ernährung"

Wahr oder falsch?

 

Im ersten Teil ihrer Serie "So bleiben Sie und Ihre Familie fit und gesund" nannte die Zeitschrift ELTERN in der Ausgabe 11/2006 sieben "aktuelle Wahrheiten" über gesunde Baby-Ernährung.

Welche dies sein sollen - und ob es sich dabei tatsächlich um "Wahrheiten" oder wieder einmal nur um Marketing und Manipulation von Seiten der Lebensmittelindustrie handelt, haben wir hier einmal näher betrachtet.

Die Original-Aussage ist dabei kursiv in Anführungszeichen gestellt, unsere Kommentare in roter Schriftfarbe darunter:

 

 

Wahrheit Nr. 1:

" Muttermilch ist unschlagbar

Sie ist das Beste für die ersten sechs Monate: Muttermilch bietet eine optimale Zusammensetzung, ist immer ausreichend vorhanden, perfekt temperiert und hygienisch einwandfrei."

Eindeutig wahr!

 


Wahrheit Nr. 2:

" Auch an Fertigmilch gibt's nichts zu mäkeln

Das ist beruhigend: Auch mit Flaschenmilch werden Babys groß und glücklich - sie wird streng kontrolliert und ständig weiterentwickelt.

Falsch.

"Groß" werden die Babys auch, das ist richtig (oft sogar übermässig).
Aber Fertigmilch ist ebenso minderwertig wie alle industriell hergestellten Fertigprodukte grundsätzlich sind. Sie ist damit keineswegs eine gleichwertige Alternative zu Muttermilch und sollte wenn irgend möglich vermieden werden. Ob diese Flaschenmilch „streng kontrolliert“ wird oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, dass sie grundsätzlich weniger gut geeignet ist, dem Kind das zu geben, was es wirklich braucht.
Allein die Aussage „wird … ständig weiterentwickelt“ verrät eindeutig, dass Fertigmilch offenbar noch verbesserungsbedürftig und somit nicht wirklich optimal ist.
Also, es besteht kein
Anlass, „beruhigt“ das Stillen vorzeitig aufzugeben - oder erst gar nicht anzufangen!
Sie sollten wirklich alles versuchen, mindestens 6-12 Monate zu stillen, wenn Ihnen die Gesundheit Ihres Kindes am Herzen liegt, je länger desto besser.
Wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders. Doch diese Fälle sind selten. Wichtig ist dann nur, nicht in Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen zu versinken, sondern nach vorn zu schauen und die optimalste, d.h. für ihr Kind förderlichste der möglichen Muttermilch-Alternativen zu wählen, wie schon im "baby food"-Programm beschrieben.

 

 

Wahrheit Nr. 3:

" Fläschchenzubereitung erfordert Sorgfalt

Erste Grundregel: Sich beim Anrühren genau an die Angaben der Hersteller halten. Zweite Grundregel: Fläschchen und Nuckel im ersten Halbjahr täglich auskochen, Milchreste wegschütten."

Wahr.

Aber, wer hat jemals daran gezweifelt? Was daran ist eine besondere "Wahrheit"?
(die Redakteure wollten wohl nicht bei nur 6 Wahrheiten hängenbleiben, 7 klingt ja viel besser...)

 

 

Wahrheit Nr. 4:

" Kuhmilch vor dem 1. Geburtstag ist tabu!

Ausnahme: Der Milch-Getreidebrei (ab dem siebten Lebensmonat) darf mit Vollmilch angerührt werden."

Falsch!

Kuhmilch sollte generell tabu sein. Diese "Ausnahme" ist inkorrekt und unbegründet! Denn es ist nun mal nicht so, dass Vollmilch in Verbindung mit Getreide plötzlich andere Eigenschaften bekäme, als pur getrunken. Im Gegenteil, die Proteine der Milch in Kombination mit den Kohlehydraten des Getreides führen zu Verdauungsproblemen, Blähungen und mangelhafter Nährstoffverwertung. DIe Kombination im Brei steigert somit die ohnehin schon schlechte Verdaulichkeit der Milch noch mehr. Da bekommt Ihr Kind viel Spass mit schmerzhaften Blähungen und Verdauungsproblemen.

Vollmilch hat in der Ernährung von Kleinkindern nichts zu suchen, auch über das 1. Lebensjahr hinaus.

Grund: Sie fördert vor allem die Infektanfälligkeit und eine übermäßige Schleimbildung im Körper, und damit eine hohe Anfälligkeit für alle Erkältungskrankheiten, regelmäßige und chronische Mittelohr-, Nasennebenhöhlen und Mandelentzündungen, Verdauungsschwäche (und damit zusammenhängende Mangelerscheinungen), Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien,  Übergewicht und Asthma.

Das beste Rezept für gesunde, vitale Kinder ist eine gänzlich kuhmilchfreie Ernährung in den ersten 3 Lebensjahren. Und idealerweise auch darüber hinaus. Weißmehl, Zucker und Milchprodukte sind die drei Faktoren, die bei unserer aktuellen Ernährungsproblematik und den damit zusammenhängenden Zivilisationskrankheiten die grösste Rolle spielen.

 

 

Wahrheit Nr. 5:

" 5. Gemüse  - ja, bitte

Ob Fenchel, Zucchini oder Karotte ab dem sieben Lebensmonat: Wichtig ist, dass man eine Zeit dabei bleibt. Babys brauchen nicht so viel Abwechslung. Beim ersten Mal genügen ein paar Löffelchen, dann die Menge steigern."

Wahr!

Karotten sind super. Zucchini nur gelegentlich füttern - und erst ab ca. dem 10./12. Monat. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind Bauchweh oder Durchfall davon bekommt, die kühlende Wirkung der Zucchini vertragen viele Kinder nicht so gut. Daher besser als Sommergemüse, zur Zucchini-Zeit eben.

 

 

Wahrheit Nr. 6:

" Babys brauchen Fleisch

80 bis 100 Gramm pro Woche decken ihren Eisenbedarf. Für Gläschenkost heißt das: Von Montag bis Samstag kommt Fleisch auf den Tisch, weil der Fleischanteil pro Glas nur bei 15 Gramm liegt."

Falsch wie es falscher nicht geht!

Weder "brauchen" Kinder Fleisch noch sollten sie es in diesem Alter bekommen. Definitiv. Sie vertragen es nämlich nicht. Würde es die CMA, Gläschenkost-Hersteller und die DGE nicht geben, die allesamt ins gleiche Horn blasen, würde niemand auf die verrückte Idee kommen, einem wenige Monate alten Baby Fleisch füttern zu wollen. Nicht einmal die sich absolut fleischlastig ernährenden Eskimos (denn deren Babys werden - wie von der Natur vorgesehen - sehr lange ausschliesslich gestillt)!

Für eine ausführliche Begründung hierzu verweise ich auf den Sonderreport Fleisch.

(Die CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der Agrarwirtschaft mbH) mit Sitz in Bonn ist das zentrale Instrument der deutschen Landwirtschaft zur Absatzförderung. Hier geht es also darum, u. a. die stark subventionierten Massenproduktionen an Fleisch und Milch loszuschlagen. Deswegen sollen Babys auch schon so früh wie möglich, also ab dem 5. Monat (!), einen Gemüse-Getreide-Fleisch-Brei bekommen. Dies findet sich dann z.B. in der Empfehlung der ebenfalls in Bonn ansässigen, industrieabhängigen "Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V." (DGE) wieder. Und jeder Arzt, Ökotrophologe oder Diätassistent, der nicht um zwei Ecken denken kann (und das können - oder wollen in diesem Zusammenhang die wenigsten) erzählt das dann seinen Patienten oder repetiert es in Büchern etc. ...)

 

 

Wahrheit Nr. 7:

" Selbstgekochtes ist nicht besser als Gläschenkost

Beides hat Vor- und Nachteile: Beim Selbstkochen weiß man, was drin ist. Gläschen enthalten oft zu wenig Fett (8 bis 10 Gramm sollten es sein), dafür sind sie praktisch schadstofffrei, weil strenge Vorschriften gelten."

Falsch!
Selbstgekochtes ist zweifellos besser als jede Gläschenkost der Welt - natürlich unter der Voraussetzung, dass man Bio-Produkte verwendet und es richtig (!) zubereitet (wie das geht steht im "baby food"- Programm).

Gläschen sind praktisch Konserven - und jeder weiss, dass Konserven von minderwertigem Nährstoff- und Vitamingehalt sind! (mehr hierzu erfahren Sie im eMail-Kurs, für den Sie sich kostenlos registrieren können).

Machen Sie doch einmal das Experiment und ernähren sich 6 Wochen lang nur von Konserven und schauen, wie Sie sich dabei fühlen... . Bei der Vorstellung allein schüttelt es mich. Das ist das, was Sie Ihrem Baby antun, wenn es nur Gläschen und Fertigkost bekommt.

Der einzige Vorteil von Gläschen ist die Bequemlichkeit für Mama (oder Papa). "Fast Food" für Babys sozusagen. Wobei mit etwas Routine auch das Waschen, Dünsten und Pürieren von Gemüse für einen frischen Brei auch nicht viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das Aufwärmen eines Gläschens im Wasserbad.

Ich nehme an, dass die Zeitschrift ELTERN es sich bei dieser Äußerung hier nur nicht mit Ihren wichtigsten Inserenten (den Herstellern von Gläschenkost, also Hipp, Nestle & Co.) verscherzen wollte. Es geht eben doch immer nur ums Geld - und da wird aus einer Lüge schnell auch mal eine "Wahrheit"...

 

Fazit:

So schnell kann es gehen und aus 7 "Wahrheiten" werden 3 allgemein bekannte Regeln und 4 leider sehr populäre Irrtümer und bewusst & gezielt verbreitete Unwahrheiten.

Zu all diesen Themen finden Sie auf unseren Webseiten und im eMail-Kurs weitere detaillierte Hintergrundinformationen.

 

 

 

 

 

 

 

 
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